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Ausstellung "Der Himmel fängt am Boden an" anlässlich des 80. Geburtstags von Erwin Eisch, dem Begründer und Mentor der internationalen Studioglasbewegung.
Die ausgestellten Exponate, zeigen einen Überblick über das Gesamtwerk des international angesehenen Künstlers.

Biographie von Erwin Eisch Aktuelle Ausstellungen
Die Ausstellung "Der Himmel fängt am Boden an" in Frauenau, bietet einen von Erwin Eisch selbst zusammengestellten Querschnitt aus mehr als vierzig Jahren seines künstlerischen Schaffens.
Einige der gezeigten Werke sind aus dem Privatbesitz von Erwin und Gretl Eisch und sind sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Zum ersten Mal werden die in Japan geschaffenen Keramiken mit Glasurmalerei gezeigt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Arbeiten des letzten Jahres, darunter viele Gemälde die unter dem Eindruck des Barockkünstlers Franz Anton Rauscher entstanden.
Erwin Eisch und die Glaskunst das ist seit mehr als 40 Jahren ein selbstverständlicher Zusammenhang, in Deutschland und international. Untrennbar ist der Name Erwin Eisch mit der internationalen und deutschen Studioglasbewegung verbunden; einer Bewegung von Künstlern, die das Material Glas aus ihrer dienenden Funktion befreite und es zu einem neben anderen gleichwertigen Material künstlerischen Ausdrucks erheben wollte. Nahezu endlos sind die Möglichkeiten der Hinzufügung kurioser Einfälle an die plastische Form, aber auch als zu bezeichnender Untergrund bekommt das Glas bei Eisch poetische Qualität.

Das Schweben der Figuren ist ein Stil-Merkmal von Eischs Kunst in allen Bereichen. Es ist sowohl Ausdruck seines eigenen Raumgefühls in Bezug auf die Erde und den Kosmos wie auch entstanden aus den Eindrücken barocker Wandmalerei, die ihn vor allem am Beispiel des Deckengemäldes von Franz Anton Rauscher in der Frauenauer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von Jugend an begleitete.
Daneben und gleichauf ist und bleibt er Maler und Zeichner. In Erwin Eisch gilt es den eigenwilligen Maler zu erkennen, der uns mit Kraft, Hingabe und einer gehörigen Portion Witz und Ironie in eine bildnerische Welt entführt, die uns neue Einsichten und Perspektiven vermitteln kann.
Seine Zeichnungen zeigen einen vertrackten vordergründigen Humor, der sich meist schon im Titel ausdrückt, wie z. B. Immer wenn ich blau bin.

Fordernder sind seine Gemälde, sie sind meist spröde und unbequem, sie drängen sich nicht auf, aber wollen aber lange und in Ruhe betrachtet sein, um uns ihre eigene Welt, den vom Künstler geschaffenen Kosmos durchschaubar zu machen.
Ende der 50er Jahre bekam ich an der Münchner Akademie Kontakte zur Gruppe Spur. Und wir alle waren in dieser Zeit vom Tachismus, vom Informel beeindruckt. Ich merkte aber bald, daß es da für mich keine weitere Entwicklung gab. Gesellschaftskritik war dominierend, die 68er Studentenrevolte bereits spürbar. Das Ende der Kunst wurde zum Programm. So gründeten Max Strack, Gretl Stadler und ich 1960 die Gruppe Radama. Mit der Gedächtnisausstellung für Bolus Krim im Jahr 1961, in der wir das Scheitern der damaligen Avantgarde-Kunst vorgestellt haben, verabschiedete ich mich aus der Münchner Kunstszene. 1962 haben Gretl und ich geheiratet und gingen nach Frauenau. Da gab es die Glashütte der Familie Eisch und ich knüpfte dort an, wo 1952 mein Glasmachen begann. Erst Ende der 70er Jahre war Malerei wieder mein Thema. Es begann die Suche nach der Figur, die Abstraktion trat zurück. Der Malprozess wurde mein Weg zum Bild, zum Leben und zur Lebendigkeit
Erwin Eisch im Interview mit Masahiro Hochida, 2002
Zum 80. Geburtstag von Erwin Eisch ist ein Katalog im Dietmar Klinger Verlag, Passau, Hg. Uta Spies, erschienen. 144 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen von Gemälden, Glasobjekten, Zeichnungen und Glasdrucken sowie mit Texten von Thomas S. Buechner, Dr. Peter Kobbe, Ines Kohl, Dr. Martin Ortmeier, Dr. Helmut Ricke, Dr. Herbert Schneidler und Marcus Spangenberg und einer reich bebilderten Biographie.
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"Der Himmel fängt am Boden am" Glas - Bilder - Keramiken - Grafik - Zeichnungen
Erwin Eisch zum 80. Geburtstag
Ausstellungseröffnung: Samstag, der 21.04.2007 um 17.00 Uhr Galerie am Museum, Frauenau
Dauer der Ausstellung: 23.04.07 bis 30.06.07 Öffnungszeiten: Montag – Freitag 11-17.30 Uhr, Samstag 11-16 Uhr und nach Vereinbarung
Glashütte Valentin Eisch - Elisabeth Zizlsperger Galerie am Museum - Eisch Atelier Grafenauer Straße 8 - D-94258 Frauenau Tel.: 09926/180868 E-mail: info@eisch.de - Internet: www.eisch.de
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