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  Mark Angus – Artist in Residence der Glashütte Eisch
 

MARK ANGUS – ARTIST IN RESIDENCE DER GLASHÜTTE EISCH

Als "Artist in Residence hat Mark Angus im Sommer in der Glashütte Eisch gearbeitet. In der Zusammenarbeit mit Glasmalern und Glasmachern der Glashütte begegnen die Herangehensweisen des Flachglasmalers den technischen Finessen einer Hohlglashütte. Es sind Bilder aus Licht und Farbe, die durch das Medium Glas zur Wirkung kommen. Der in Frauenau wohnhafte Brite arbeitet als Glaskünstler im architektonischen Bereich, und dabei überwiegend für Kirchen.

Biographie von Mark Angus   Homepage von Mark Angus


Mark Angus bemalte die Innenseite dünnwandiger Schalen, sogenannter "Mäntel" mit hochhitzebeständigen Farben. In die bemalten und wieder erhitzten Glasmäntel blies ein Glasmacher erneut Glas ein und formte das Ganze an der Glasmacherpfeife zu Vasen und Tellern.


Die Malerei wurde ins Glas eingeschlossen, verzerrte und verzog sich durch das Blasen und "Auftreiben" des Glasmachers: Die Ergebnisse spielen mit dem Zufall, sie sind – wie Engel eben sind – schemenhaft und unberechenbar.

Die Glasbilder, die er in Frauenau ausstellt, reflektieren ein Lebenswerk, das auf der Suche ist nach dem Wunderbaren, auch dem Rätselhaften, den Grenzbereichen des Lebens – ob er sich mit seinem Lieblingsthema, dem Engel, beschäftigt, oder aber mit zutiefst menschlichen und zwischenmenschlichen Themen. Angus benutzt mundgeblasenes, farbiges Flachglas ebenso wie transparentes Fensterglas, seine Scheiben werden bemalt, vergoldet, geätzt, gebeizt oder auch mit Gravur und Scraffito gestaltet und anschließend in traditioneller Manier verbleit – oder auch mit Draht zu kleinen Glasgebinden verschnürt.

Mark Angus hat das Artist-in-Residence-Programm für die Glashütte Eisch entwickelt und schließt nun als fünfter internationaler Künstler in zwei Jahren die erste Programmphase ab. Das Programm wird von Elisabeth Zizlsperger koordiniert und soll neue, in die Zukunft gerichtete Impulse für die heimische Glasmacherei bringen.

Engel sind Lichtwesen, Botschafter zwischen Himmel und Erde, Begleiter durch die Untiefen des Lebens – die wir dennoch kaum jemals zu sehen bekommen. Es sei denn als verwischte, verzogene Gestalten, die sich schnell wieder verzogen haben, vielleicht auch langfristig verzogen bleiben. Und wer sagt, dass diese launischen Geschöpfe nicht auch recht verzogen sind? Die verzogenen Engel geleiten als rätselhafte Wesen durch eine Ausstellung, in der es allerhand zu entdecken gibt.

Verzogene Engel

Einführung: Jo Hruschka

Ausstellungseröffnung: Freitag 22. Dezember 2006 um 15 Uhr

Ausstellungsdauer: 23.12.2006 - 12.04.2007

Öffnungszeiten: Montag - Freitag 11-17.30 Uhr, Samstag 11-16 Uhr u. n. V.

Elisabeth Zizlsperger
Glashütte Valentin Eisch

Galerie am Museum - Eisch Atelier
Grafenauer Straße 8 - 94258 Frauenau
Tel.: 09926 180868 - E-mail:
info@eisch.de - Internet: www.eisch.de